Musik begleitet mein Leben seit meiner Kindheit – zunächst als Geiger, später auch als Ensembleleiter, Forscher in der traditionellen Musik Ungarns und Rumäniens und als leidenschaftlicher Pädagoge. Heute unterrichte ich Violine und Bratsche im individuellen Einzelunterricht bei meinen Schülern zuhause und begleite sie auf ihrem musikalischen Weg – vom ersten Ton bis hin zu anspruchsvollen Konzertprogrammen.
Musikalische Ausbildung und künstlerische Prägung
Studien in Rumänien – Violine an der „Academia de Muzicá George Enescu“ in Bukarest
Meine künstlerische Ausbildung auf der Violine begann in Rumänien an der Academia de Muzicá George Enescu in Bukarest, einem traditionsreichen Zentrum der klassischen Musik. Dort konnte ich meine Spieltechnik und mein musikalisches Verständnis in enger Zusammenarbeit mit namhaften Professoren vertiefen, unter anderem bei Prof. Ion Jelescu und Prof. Wilhelm G. Berger. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur Technik und Repertoire der klassischen Geige, sondern auch Klangkultur, Kammermusik und Orchesterpraxis. Diese Zeit hat meinen Geigenklang, meine Bogentechnik und meine musikalische Auffassung entscheidend geprägt.
Ungarische und rumänische Musik- und Kulturgeschichte
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Ausbildung lag in Budapest, wo ich Unterricht und künstlerische Impulse von bedeutenden ungarischen Musikern und Musikethnologen erhielt. Besonders wichtig waren für mich die Begegnungen und Studien bei:
- Dr. Halmos Béla – Musikethnologe und Kenner der traditionellen ungarischen Musik
- Prof. Virágvölgyi Márta – Spezialistin für Volksmusik
- Prof. Timàr Sándor – Leiter des Ungarischen Staatsensambles “Béla Bartok” Budapest
Hier konnte ich nicht nur meine geigerischen Fähigkeiten erweitern, sondern vor allem die ungarische und rumänische Musik- und Kulturgeschichte intensiv kennenlernen. Dazu gehörte auch die Teilnahme an zahlreichen Musikseminaren in Budapest, Székesfehérvár und Jászberény, in denen Ensemblespiel, Stilistik traditioneller Musik, Tanzbegleitung und improvisatorische Elemente im Vordergrund standen.
Feldforschung und Musikethnologie – Roma-Musik in Ungarn und Rumänien
Neben der klassischen Ausbildung habe ich mich früh für die Verbindung von künstlerischer Praxis und Forschung interessiert. Im Stil der großen Musikforscher Béla Bartók und Zoltán Kodály habe ich Feldforschungsarbeiten über Roma-Musik in Ungarn und Rumänien durchgeführt. In diesem Rahmen kam es zur Zusammenarbeit mit bedeutenden Musikethnologen wie:
- Martin György
- Kallós Zoltán
Gemeinsam wurde traditionelle ungarische und rumänische Musik- und Volkskultur dokumentiert, analysiert und in einen größeren kulturellen Zusammenhang gestellt. Diese Arbeit hat mein Verständnis von Rhythmus, Phrasierung und Ausdruck stark beeinflusst – Erkenntnisse, die bis heute direkt in meinen Unterricht einfließen.
Produktion von Musiksendungen beim WDR Köln
Aus der ethnomusikologischen Arbeit heraus ergab sich auch eine mediale Tätigkeit: Im Rahmen der ungarisch-rumänischen Musik- und Volkskultur wirkte ich an der Produktion von Musiksendungen beim WDR in Köln mit, in der Redaktion von Dr. Jan Raichow.
Hier stand im Vordergrund, traditionelle Musik für ein breiteres Publikum hörbar und verstehbar zu machen – mit Aufnahmen, Erläuterungen und ausgewählten Beispielen aus Feldforschung und Konzertpraxis. Diese Erfahrung schulte nicht nur mein Ohr, sondern auch meine Fähigkeit, musikalische Inhalte verständlich zu erklären – eine Kompetenz, die im Unterricht von großer Bedeutung ist.
Ensembles, Orchester und Bühnenerfahrung
Ensembleleitung – „Cinege“ in Köln
In Köln leitete ich das Ensemble „Cinege“, das sich auf traditionelle Musik aus Ost- und Südosteuropa spezialisiert hat. Hier verbanden sich meine geigerische Ausbildung, mein Wissen aus der Musikethnologie und meine Freude am gemeinsamen Musizieren. Als Ensembleleiter war ich für:
- die Auswahl und Bearbeitung des Repertoires,
- die Probenarbeit,
- und die künstlerische Gesamtgestaltung der Konzerte
verantwortlich. Diese Tätigkeit hat meine Fähigkeiten im Arrangieren, Kommunizieren und Führen von Musikern weiter vertieft.
Kammerorchester – „BKF“ in Frankfurt am Main und Brüssel
Kammermusikalische Erfahrung sammelte ich außerdem im Kammerorchester „BKF“ mit Auftritten in Frankfurt am Main und Brüssel (Belgien). Die Arbeit im Kammerorchester erfordert besondere Präzision im Zusammenspiel, eine feine Intonation und die Fähigkeit, sich in einen Gesamtklang einzufügen, ohne das eigene Profil zu verlieren – all das sind Qualitäten, die ich sowohl im Konzertsaal als auch in der pädagogischen Arbeit einsetze.
Quartett – „Altosteuropäische Musik / Tanz & Gesang“ in Heidelberg
Ein weiterer Schwerpunkt meiner künstlerischen Laufbahn war die Mitwirkung in einem Quartett für „Altosteuropäische Musik / Tanz & Gesang“ in Heidelberg. Hier stand die Verbindung von instrumentaler Musik, Gesang und Tanz im Vordergrund. Für die Geige bedeutet das: große stilistische Flexibilität, lebendige Rhythmik und die Fähigkeit, sowohl solistisch als auch begleitend zu agieren.
Bühnenerfahrung national und international
Über die Jahre hinweg habe ich umfangreiche Bühnenpraxis im In- und Ausland gesammelt – von Konzertsälen und Festivals bis hin zu kulturellen Veranstaltungen in kleineren Rahmen. Diese breite Erfahrung mit ganz unterschiedlichen Publikums- und Aufführungssituationen hilft mir, Schüler*innen realistisch auf Auftritte vorzubereiten: von der Stückauswahl über Lampenfieber-Management bis hin zur Interpretation auf der Bühne.
Pädagogische Erfahrung
Langjährige Erfahrung im Privatunterricht
Seit vielen Jahren gebe ich Privatunterricht für Violine und Bratsche. Dabei arbeite ich mit:
- Kindern, die ihr erstes Instrument kennenlernen,
- Jugendlichen, die sich musikalisch orientieren oder auf Prüfungen vorbereiten,
- und Erwachsenen, die ihre langjährige Leidenschaft für die Geige oder Bratsche (wieder)entdecken.
Mein Unterricht ist individuell ausgerichtet: Technik, Klang, musikalischer Ausdruck und Freude am Musizieren stehen gleichberechtigt nebeneinander. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Beratung rund um das Instrument – von der Wahl der passenden Geige oder Bratsche über Bogen und Saiten bis hin zu Fragen der Pflege.
Tätigkeit an der Musikschule
Neben dem Privatunterricht war und bin ich regelmäßig an Musikschulen tätig. Dort habe ich:
- Anfänger- und Fortgeschrittenenklassen aufgebaut,
- Ensembleprojekte betreut,
- und Schülerinnen und Schüler auf Vorspiele, Wettbewerbe und Auftritte vorbereitet.
Die Arbeit im institutionellen Rahmen ergänzt den Privatunterricht um wertvolle Erfahrungen: Kooperation mit Kolleg*innen, Einbindung in größere Projekte und das Arbeiten mit sehr unterschiedlichen Lernständen und Zielsetzungen.
Was Sie im Unterricht erwarten können
All diese Erfahrungen – das Studium der Violine in Rumänien, die intensive Auseinandersetzung mit ungarischer und rumänischer Musik, die ethnomusikologische Feldforschung, die Ensemble- und Orchesterarbeit, die Medienprojekte beim WDR sowie die langjährige Unterrichtspraxis – fließen heute in meinen Unterricht ein. Für meine Schüler*innen bedeutet das:
- fundierte geigerische Technik,
- ein weiter musikalischer Horizont (von klassisch bis traditionell),
- verständliche Erklärungen und geduldige Begleitung,
- und auf Wunsch auch Beratung bei der Auswahl und dem Kauf geeigneter Instrumente.
So entsteht ein Unterricht, der fachlich solide ist, kulturell reich und gleichzeitig menschlich zugewandt – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die die Geige oder Bratsche nicht nur „lernen“, sondern wirklich verstehen und erleben möchten.

